Behandlung

 

Der systemische Lupus erythematodes ist eine chronische Erkrankung, deren Therapie meist viele Jahre dauert.

Das Behandlungskonzept ist für jeden Lupus-Patienten individuell.

Es hängt davon ab, welche Organe betroffen sind und wie aktiv der Lupus verläuft.

Obwohl die Ursachen eines Lupus nach wie vor unklar sind, kann man ihn inzwischen recht gut mit Medikamenten behandeln, die das überaktiv gewordene Immunsystem bekämpfen. Dazu kann man noch eine Schmerzbehandlung (z. B. physikalische Therapie) einleiten.

Das Sonnenlicht sollte vermieden werden.

 

Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten, die je nach Verlauf bei jedem einzelnen auch verschieden eingesetzt werden.

 

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSRA):

sie wirken schmerz- und entzündungshemmend und sind rasch (0,5 - 2 Std.) in der Wirkung, allerdings nicht lange anhaltend.


 Basistherapie:

-     Cortison: ist noch stärker entzündungshemmend und kann bei einem akuten Schub lebensrettend sein.

-     Antimalariamittel: eine langfristige Behandlung mit Chloroquin oder Hydroxychloroquin z. B. Quensyl.

-     Immunsuppresiva: sie unterdrücken unser Immunsystem. Hierzu gehören z. B. Azathioprin (Imurek), Cyclosphospamid (Endoxan). Die Wirkung setzt allerdings erst nach ca. 6 Monaten ein.

-     Myclophelolat – Mofetil: ist ebenfalls entzündungshemmend und wirkt ähnlich wie Azathioprin.


Physikalische Therapie: Bei Gelenkschmerzen/-Entzündungen haben sich verschiedene Maßnahmen wie Kälte, Wärme oder Ruhigstellung als hilfreich erwiesen.


Da muss jeder ausprobieren, was er am besten verträgt.